Renault Trafic E-Tech elektrisch
Weltpremiere auf der IAA 2026
Renault startet auf der IAA Transportation 2026 in Hannover seine nächste Nutzfahrzeug-Offensive. Bis 2028 sollen fünf neue Modelle folgen. Den Anfang macht der neue Trafic E-Tech elektrisch.
Der Transporter gilt als erstes Modell einer neuen Fahrzeuggeneration. Er ist technologisch fortschrittlicher, effizienter und komfortabler als sein Vorgänger. Renault bezeichnet ihn als „Software-Defined Van“ – ein Fahrzeug, das sich individuell anpassen und aktualisieren lässt wie ein Smartphone.
Renault-Manager Jan Ptacek bringt die Ambition auf den Punkt: Der neue Trafic sei „ein echter Game Changer auf dem europäischen Markt für leichte Nutzfahrzeuge“.
Mehr Reichweite, schnelleres Laden
Der Trafic E-Tech elektrisch schafft laut Renault bis zu 470 Kilometer Reichweite (vorläufige Werte, WLTP-Homologation steht noch aus). Im reinen Stadtverkehr sollen sogar fast 690 Kilometer möglich sein – rechnerisch bis zu fünf Arbeitstage ohne Nachladen.
Basis ist die neue RGEV-Plattform mit 800-Volt-Architektur. Das ermöglicht schnelles Laden: In 20 Minuten kommen bis zu 280 Kilometer Reichweite dazu, im Stadtbetrieb sogar bis zu 380 Kilometer. Renault beziffert die Gesamtbetriebskosten bis zu zehn Prozent niedriger als bei einem vergleichbaren Diesel-Modell.
Wendig wie ein Pkw
Trotz seiner Größe soll sich der Trafic fahren wie ein Kompaktwagen. Der Wendekreis liegt bei nur 10,3 Metern – vergleichbar mit einem Renault Clio. Mit 1,89 Metern Höhe passt er zudem in die meisten Tiefgaragen.
Software statt 80 Steuergeräte
Technisch besonders ist die neue SDV-Architektur. Sie ersetzt 80 einzelne Steuergeräte durch nur zwei zentrale Supercomputer. Darauf läuft CAR OS, ein mit Google entwickeltes, Android-basiertes Betriebssystem.
Das bringt mehrere Vorteile: regelmäßige Software-Updates, vorausschauende Wartung und ein höherer Restwert durch neue Funktionen im Laufe der Nutzungsdauer.
Nutzwert eines klassischen Transporters
Bei den Nutzfahrzeug-Basics bleibt der Trafic konventionell stark: bis zu 5,8 Kubikmeter Ladevolumen, 1,3 Tonnen Nutzlast, 2 Tonnen Anhängelast und Platz für drei Europaletten.
Bis zu 45 Prozent weniger CO2
Über den gesamten Lebenszyklus gerechnet, stößt der neue Trafic laut Renault rund 33 Tonnen CO2-Äquivalent aus. Ein vergleichbarer Diesel-Transporter kommt auf etwa 63 Tonnen – eine Reduktion von über 45 Prozent.
Drei Stufen für individuelle Umbauten
Renault bietet gewerblichen Kunden ein dreistufiges Umrüst-System an:
- Converted by Renault – Umbauten direkt in den drei französischen Werken für die häufigsten Anforderungen wie Doppelkabinen
- Qstomize – die konzerneigene Umbau-Tochter für spezialisierte Lösungen, etwa Fahrzeuge für Menschen mit Mobilitätseinschränkung
- 300 zertifizierte Partner europaweit für individuelle Aufbauten, die alle drei Jahre geprüft werden
Serienmäßig verfügt der Trafic zudem über Vehicle-to-Load (V2L), um Elektrogeräte direkt aus dem Laderaum zu versorgen. Eine ePTO-Funktion für Umbauten wie Kühlanlagen ist bereits angekündigt.
Neues Programm: Renault Uptimize
Ab 2027 startet zusätzlich das Programm Renault Uptimize. Es soll Ausfallzeiten von Nutzfahrzeugflotten halbieren.
Möglich wird das über drei Bausteine: vorausschauende Wartung durch Echtzeitdaten und KI, bevorzugter Support durch das Renault-Netzwerk sowie eine App namens „Energy & Safety Control“, mit der Flottenmanager Effizienz- und Sicherheitseinstellungen zentral auf ihre Fahrzeuge übertragen können.
Renault stützt sich dabei auf ein Netzwerk von 400 Pro+-Zentren, die sich ausschließlich an Geschäftskunden richten.
Quelle: Renault Presse-Service


