Peugeot RCZ Vision
Festkörper-Coupé mit 500 PS
Peugeot zeigt mit dem RCZ Vision* die Studie eines elektrischen Coupés. Sie ist der Nachfolger des RCZ, der bis 2015 gebaut wurde und heute Sammlerstatus genießt. Die Eckdaten: 368 kW (500 PS), eine Festkörperbatterie und laut Peugeot bis zu 600 Kilometer Reichweite*. Das Laden von 10 auf 80 Prozent soll in weniger als 10 Minuten gelingen*.
Die Studie steht außerdem für die neue Designsprache „Feline Future”. Sie soll künftige Peugeot-Modelle prägen.
Technik: Festkörperbatterie und 1.000 Volt
Der RCZ Vision basiert auf der Plattform STLA One. Sie ist modular aufgebaut und soll künftig auch Steer-by-Wire-Systeme ermöglichen.
Die Batterie entwickelt Peugeot gemeinsam mit Factorial Energy. Festkörperzellen speichern mehr Energie auf kleinerem Raum. Das hilft bei Reichweite und Kompaktheit. Die Batterie ist nur 110 Millimeter dick. Dadurch kann die Karosserie besonders flach ausfallen.
Dazu kommt eine 1.000-Volt-Architektur, die das schnelle Laden ermöglichen soll. Auch beim Verbrauch macht Peugeot eine ehrgeizige Angabe: Er soll bei nur 11,5 kWh/100 km liegen*. Aerodynamik, geringes Gewicht und die elektrische Architektur sollen dazu beitragen.
Design: Katzenhafte Kraft
Die Designsprache „Feline Future” beruht auf fünf Prinzipien: Freiheit, Mut, Eleganz, innere Kraft und Instinkt. Beim RCZ Vision zeigt sich das in einer tiefen, muskulösen Silhouette. Die Front wirkt leicht nach vorn geneigt, als wäre das Coupé zum Sprung bereit.
Die Lichtsignatur interpretiert die drei Krallen neu. Sie sind extrem dünn und horizontal angeordnet. Vorn ergänzt ein schmaler LED-Scheinwerfer das Bild. Am Heck bündeln die drei Krallen alle Lichtfunktionen. Der aktive Spoiler bleibt im Stand unsichtbar und fährt erst während der Fahrt aus.
Eine Hommage an das Original ist das „Bubble Roof”. Es zieht sich bei der Studie von der Motorhaube bis zum Heck. Die Aluminiumräder messen vorn 21 Zoll und hinten 22 Zoll. Kleine dreieckige Details erinnern an die Felgen der ersten RCZ-Generation.
Innenraum: Weniger Bildschirme, mehr Fokus
Beim i-Cockpit setzt Peugeot auf „Besser statt mehr”. Ein transparentes Micro-LED-Display sitzt direkt über dem Hypersquare-Lenkrad. Das zentrale Display schwebt vertikal im Raum und lässt sich komplett ausschalten. Wegen seiner transparenten Struktur verschwindet es dann nahezu aus dem Blickfeld. Auch die Inhalte lassen sich individuell konfigurieren und fast vollständig reduzieren.
Die wichtigsten Funktionen erreicht der Fahrer mit den Fingerspitzen am Lenkrad. Als Ausblick nennt Peugeot zudem automatisiertes Fahren der Stufe 2++ mit Freihandfunktion in der Stadt und auf der Landstraße.
Der RCZ Vision ist ein Vier-Sitzer im Grand-Touring-Stil. Zwei Erwachsene sollen hinten bequem Platz finden. Die Rücksitzlehnen lassen sich zur Vergrößerung des Kofferraums umklappen.
Im Innenraum kommen helles Alcantara und Aluminium zum Einsatz. Die Sitze sind mit PELINOVA-Leder bezogen. Die Armaturenbrettuhr „Parade” stammt vom französischen Uhrenhersteller SERICA.
Unsere Einordnung
Der RCZ Vision ist eine Studie und kein Serienmodell. In der Mitteilung ist weder von einer Serienversion noch von einem Preis die Rede. Auch die Festkörperbatterie steht hier für die technische Zielrichtung. Der Verbrauch von 11,5 kWh/100 km wäre für ein 500-PS-Coupé ein sehr niedriger Wert. Peugeot nennt ihn jedoch ausdrücklich vorbehaltlich der abschließenden Homologation. Spannend bleibt, ob Design und Bedienkonzept den Weg in kommende Modelle finden. Ein Zeichen dafür ist das reduzierte Cockpit mit weniger Bildschirmen.
*Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein Konzeptfahrzeug. Verbrauchsangaben liegen seitens des Herstellers nicht vor. Die genannten Werte sind kombinierte WLTP-Werte laut Hersteller, vorbehaltlich der abschließenden Homologation. Reichweite sowie Ladeleistung und -dauer hängen unter anderem von Fahrstil, Route, Wetter, Ladestation, Temperatur sowie Zustand der Batterie und Fahrzeugausstattung ab.
Quelle: Peugeot










