Im Audi Q4 e-tron zum Tegernsee
Elektro-SUV im Voralpen-Test
Alltagsheld und Pass-Cruiser: Unterwegs im aktualisierten Audi Q4 e-tron
Die Stärken der Elektromobilität entfalten sich am besten im direkten Zusammenspiel aus urbanem Pendelverkehr und entspannter Langstrecke. Wie facettenreich ein modernes Premium-SUV diese Anforderungen unter realen Bedingungen meistert, zeigt der umfassend aufgefrischte Audi Q4 e-tron bei einer ausgiebigen Testfahrt. Die Route führt frühmorgens aus dem Herzen der Münchner Innenstadt hinaus über idyllische Landstraßen ins bayerische Voralpenland, hinauf über die anspruchsvollen Kehren des Sudelfelds und schließlich an den Tegernsee.
Gelassener City-Cruiser mit cleverem Raumkonzept
Der Roadtrip startet um fünf Uhr morgens zwischen Marienplatz und Frauenkirche. Im erwachenden Berufsverkehr der bayerischen Landeshauptstadt spielt der Q4 e-tron direkt seine Komfort-Karten aus. Die intelligenten Assistenzsysteme für Spurführung und Abstandregelung nehmen dem Stop-and-go jeglichen Stress, während die aufwendige Geräuschisolierung die Hektik der Großstadt komplett aussperrt.
„Man steigt ein und fühlt sich sofort wohl. Nichts lenkt ab, alles ist intuitiv da, wo man es erwartet“, erklärt Herman Verbeek, Produktreferent für Vertrieb und Marketing bei der Audi AG. Das aufgeräumte Interieur glänzt mit durchdachter Ergonomie: Die Ablagen im Cockpit fassen üppige 24 Liter Volumen, und in der Mittelkonsole lassen sich zwei Smartphones parallel in Qi-Ladeschalen mit Energie versorgen, während das SONOS-Soundsystem den Raum mit glasklarem Klang füllt.
Effizienz-Riese und mobile Kaffeemaschine dank V2L
Sobald München im Rückspiegel verschwindet und die Strecke sich in Richtung Süden öffnet, wechselt das SUV in sein effizientes Wohlfühl-Metier. Auf den gleichmäßig gefahrenen Landstraßen sinkt der Verbrauch des Elektroantriebs drastisch. Dank der jüngsten Modellpflege klettert die maximale Reichweite auf bis zu 592 Kilometer (beim windschnittigen Audi Q4 Sportback e-tron performance), was jegliche Ladestopp-Gedanken hinfällig macht.
Bei einer kurzen Rast an einem Aussichtspunkt oberhalb von Rosenheim demonstriert der Q4 e-tron ein neues, praktisches Highlight: das bidirektionale Laden (Vehicle-to-Load / V2L). Über die Steckdose im Kofferraum oder mittels Außenadapter wird der Stromer zur mobilen Powerbank und betreibt mühelos eine Kaffeemaschine sowie eine elektrische Kühlbox im Grünen.
Dynamik-Schub am Sudelfeld
Dass der Ingolstädter nicht nur sparsam gleiten, sondern auch sportlich zupacken kann, beweist er auf den anspruchsvollen Serpentinen der Sudelfeldstraße. Mit einer Systemleistung von bis zu 250 kW (340 PS) und einem brachialen Sprintwert von 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h stürmt das E-SUV extrem souverän aus engen Kehren heraus.
Dank des tiefen Schwerpunkts durch die im Unterboden platzierte Batterie und einer präzisen Lenkung liegt der Wagen auch bei schnellen Lastwechseln extrem stabil auf der Straße. Am finalen Ziel am Tegernsee zieht Herman Verbeek ein positives Fazit: „Man kommt an und ist kein bisschen müde. Der Q4 e-tron drängt sich nicht auf, sondern unterstützt genau dort, wo es im Alltag sinnvoll ist.“
Quelle: Audi AG








