Bugatti Tourbillon
aHighspeed aus dem Simulator

Bugatti Tourbillon: High-Tech aus dem Simulator

Lange bevor der erste physische Prototyp seine Runden dreht, nimmt der Charakter eines neuen Hypercars am Computer Gestalt an. In der neuesten Folge der hauseigenen Dokumentationsserie „A New Era“ gewährt Bugatti tiefgreifende Einblicke hinter die Kulissen der Entwicklung.

Das hochspezialisierte Ingenieursteam zeigt, wie moderne Simulationen zu einem der wichtigsten Werkzeuge bei der Feinabstimmung der Fahrdynamik des Bugatti Tourbillon geworden sind. Das virtuelle Testen schärft jedes noch so kleine Detail des 1.800 PS starken V16-Hybrid-Boliden in Rekordzeit.

Virtuelle Runden auf Nürburgring und Nardò

Der Entwicklungsprozess startet komplett virtuell. Prüfstanddaten von Motor und Fahrwerk fließen direkt in das digitale Modell des Tourbillon ein. Im eigenen Fahrsimulator untersuchen die Testfahrer erste Setups unter 100 % reproduzierbaren Bedingungen – völlig unabhängig von Wetterkapriolen, Streckenverfügbarkeiten oder Reifenverschleiß.

Die wichtigsten Vorteile der virtuellen Erprobung im Überblick:

  • Sekundenschneller Ortswechsel: Nahtlose Swaps zwischen der Nürburgring-Nordschleife und dem Hochgeschwindigkeitskurs in Nardò

  • Extreme Zeitersparnis: Abstimmungen dauern nur einen Bruchteil im Vergleich zu physischen Tests auf der Piste

  • Kosteneffizienz: Maximale Nutzung der extrem wertvollen Entwicklungszeit mit echten Prototypen

Sobald die ersten Konfigurationen im Simulator stehen, reist das Team nach Süditalien auf das Testgelände in Nardò. Die dort gesammelten Realdaten fließen direkt zurück in den Computer, um die Simulationsmodelle exakt abzugleichen.

Feinschliff für die 445 km/h Rekordjagd

Bei einer schwindelerregenden Höchstgeschwindigkeit von 445 km/h steht die absolute Stabilität unter allen Bedingungen an oberster Stelle. Bugatti simuliert daher komplexe Szenarien wie schnelle Spurwechsel auf der Autobahn oder anspruchsvolle Landstraßenfahrten unter Einbeziehung von Dämpfern, Lenkung, ABS und Torque Vectoring.

Für die extremen Anforderungen der Nürburgring-Nordschleife nutzt das Team zusätzlich einen großen Full-Motion-Simulator des Spezialisten VI-grade in Italien:

  • Detailgenaue Kinematik: Analyse der Wirkung von Federung und Buchsen in der ersten Kurvenphase

  • Grenzbereich-Testing: Risikofreies Erproben von Fahrzeugreaktionen bei unvorhergesehenen Bodenwellen

  • Virtuelles Feintuning: Exakte Kalibrierung der Fahrwerksgeometrie für maximalen Grip

Die Simulator-Erkenntnisse ersetzen reale Testfahrten nicht, sondern bereiten diese optimal vor. Der Datenaustausch erfolgt kontinuierlich in beide Richtungen: Ergebnisse von der Rennstrecke verfeinern die digitalen Modelle, während Erkenntnisse aus dem Simulator die Arbeit im realen Cockpit gezielt leiten.

Dokumentation exklusiv auf YouTube verfügbar

Durch die Kombination aus computergestützter Simulation, hauseigenem Simulator und der italienischen Full-Motion-Anlage geht das Team mit einer klaren Vorstellung in physische Tests. Die neue Episode der Doku-Serie unter dem Titel „Immersive Dynamics“ steht ab sofort exklusiv auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Bugatti für alle Fans bereit. Dieses High-Tech-Zusammenspiel garantiert, dass das fertige Hypercar die Grenzen des technisch Machbaren auf der Straße souverän neu definiert. www.youtube.com/@bugatti

Quelle: Bugatti Automobiles S.A.S.

Aktuelle und
Passende ARTIKEL

Audi A2 e-tron: Der sparsamste Audi aller Zeiten

Mit dem A2 e-tron bringt Audi sein bislang effizientestes Serienmodell auf den Markt: Der elektrische Kompaktwagen (Stromverbrauch kombiniert: 12,8 kWh/100 km; CO2-Emission kombiniert: 0 g/km; CO2-Klasse: A) kommt in seiner sparsamsten Konfiguration auf eine WLTP-Reichweite von bis zu 646 Kilometern – ein Bestwert für die Marke.

weiterlesen

Mercedes-Benz: Individualisierungskunst in Hampton Court

Beim exklusiven Concours of Elegance am Hampton Court Palace trat Mercedes-Benz vom 4. bis 6. September 2026 als „Celebrated Manufacturer of the Year“ an – und nutzte die Bühne für eine gemeinsame Präsentation mit dem Londoner Traditionsschneider Henry Poole & Co, bereits im zweiten Jahr in Folge.

weiterlesen

Christian Friedl: Neuer Produktionsvorstand bei Porsche

Bei Porsche ist der seit Längerem angekündigte Generationswechsel im Vorstandsressort Produktion und Logistik vollzogen: Seit dem 1. September 2026 verantwortet Christian Friedl (49) dieses Ressort und folgt damit auf Albrecht Reimold, der nach mehr als zehn Jahren an der Spitze in den planmäßigen Ruhestand gegangen ist.

weiterlesen