Abu Dhabi 2025
Finale Runden einer Ära
Die letzten Testfahrten des Jahres in Abu Dhabi markierten nicht nur das Ende der Saison, sondern auch den Schlusspunkt einer ganzen Formel-1-Generation. Bevor 2026 ein neues Reglement samt aktiver Aerodynamik und vollkommen neuer Power Units an den Start geht, nutzte das Team den Tag, um noch einmal wertvolle Daten unter realistischen Bedingungen zu sammeln.
Kimi Antonelli übernahm das Steuer des Mule Cars für den Pirelli-Reifentest und spulte beeindruckende 156 Runden ab. Dabei wurden erstmals die finalen Mischungen und Karkassen für 2026 evaluiert – inklusive Runs mit reduziertem Abtrieb, um die Charakteristik der kommenden Fahrzeug-Generation zu simulieren. Parallel absolvierte Ersatzfahrer Fred Vesti seinen Young-Driver-Test im unveränderten W16 und fuhr dabei 145 Runden auf den Reifenspezifikationen für 2025. Für ihn war es der umfangreichste Tag in einem F1-Auto überhaupt und ein direkter Transfer seiner Simulatorarbeit auf die Strecke.
Beide Fahrer zeigten sich zufrieden mit der produktiven Testarbeit. Kimi blickt nach einer starken Rookie-Saison motiviert auf die intensive Vorbereitungsphase für 2026 und betonte die wertvollen Erkenntnisse, die das Team nun auswerten kann. Fred hob besonders den Nutzen der nahtlosen Kombination aus Simulator- und Streckenprogramm hervor – ein Schlüssel für die Entwicklungsarbeit der kommenden Monate.
Auch Trackside Engineering Director Andrew Shovlin zog ein klares Fazit: Beide Fahrzeuge lieferten nahezu 1.600 Kilometer an fein aufgeschlüsselten Datenpunkten. Sie bilden die Basis für wichtige Setuparbeiten, die Analyse der neuen Reifendynamik und die finalen Schritte auf dem Weg zum komplett neuen 2026er-Fahrzeug.
Die letzten Runden der aktuellen Turbo-Hybrid-Ära sind damit gefahren. Nun beginnt die spannendste Phase: der Übergang in eine neue technische Zukunft der Formel 1.
Quelle: Mercedes-AMG Petronas F1 Team

