Mercedes-AMG GT 53
Neues Einstiegsmodell der GT-Familie

Mercedes-AMG rundet seine neue viertürige GT-Familie nach unten hin ab: Der GT 53 4-Türer Coupé (Energieverbrauch kombiniert: 18,5–15,6 kWh/100 km; CO2-Emission kombiniert: 0 g/km; CO2-Klasse: A) startet als Einstiegsmodell neben den bereits bekannten Versionen GT 63 und GT 55. Der Verkauf in Deutschland beginnt am 13. August 2026, die Preise starten bei 115.430 Euro – für einen Wagen mit über 800 Kilometern Reichweite und Supersportwagen-Beschleunigung ist das im Segment ein vergleichsweise zugänglicher Einstiegspunkt.

Dr. Stefan Weckbach, Vorsitzender der Mercedes-AMG-Geschäftsführung, beschreibt das neue Modell als Verbindung aus „souveräner Kraft“ und „emotionaler Schärfe“, die die Marke auszeichnet – eine Einordnung, die zeigt, dass AMG auch bei einem Einstiegsmodell nicht auf Emotionalität verzichten will.

Zwei Motoren, ein cleveres Zweigang-Getriebe

Zwei permanenterregte Synchronmotoren mobilisieren gemeinsam bis zu 400 kW (544 PS) und ein maximales Drehmoment von 800 Nm. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 3,5 Sekunden, die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h – mit optionalem AMG Driver’s Package sind bis zu 250 km/h möglich.

Technisch spannend ist das Zweigang-Getriebe an der Hinterachse: Der erste Gang ist mit einer Übersetzung von 11:1 auf kräftige Beschleunigung aus dem Stand sowie Effizienz im Stadtverkehr ausgelegt, der zweite Gang (5:1) auf Autobahntempo und Reichweite. Die Schaltpunkte passen sich automatisch dem gewählten Fahrprogramm an. Der zusätzliche E-Motor an der Vorderachse fungiert als reiner „Boost“-Antrieb: Er wird über eine sogenannte Disconnect Unit nur bei Bedarf zugeschaltet – etwa bei hoher Leistungsanforderung oder wenn zusätzliche Traktion gefragt ist – und koppelt sich bei geringer Last blitzschnell wieder ab, um Effizienz zu sparen.

800-Volt-Batterie mit außergewöhnlicher Zelltechnik

Herzstück des Antriebs ist eine neu entwickelte Hochvolt-Batterie mit 106 kWh nutzbarer Kapazität und 800 Volt Spannung, die laut Mercedes-AMG mehr als 800 Kilometer Reichweite (WLTP) ermöglichen soll. Bemerkenswert ist die Zellarchitektur: 2.660 zylindrische Rundzellen, jeweils nur 105 Millimeter hoch und 26 Millimeter im Durchmesser, sind in 18 Kunststoffmodulen untergebracht. Die schlanke Form minimiert die Distanz vom Zellkern zur Oberfläche und ermöglicht dadurch eine effizientere Wärmeabfuhr – jede einzelne Zelle wird direkt von elektrisch nichtleitendem Öl umströmt. Eine spezielle NCMA-Kathoden- und siliziumhaltige Anoden-Chemie soll dabei eine Energiedichte von über 298 Wh/kg sowie hohe Ladeleistung und Lebensdauer sichern.

Schnellladen ist an 800-Volt-Säulen mit bis zu 600 kW möglich – laut Hersteller lassen sich in zehn Minuten über 500 Kilometer Reichweite nachladen. Fehlt die passende Infrastruktur, wechselt das System automatisch in den 400-Volt-Lademodus.

Für die thermische Balance zwischen Batterie, Motoren und Leistungselektronik sorgt der sogenannte Central Coolant Hub: Ein kompaktes Bauteil, das Pumpen, Sensoren und Ventile bündelt und die Kühlleistung je nach Bedarf gezielt umverteilt – etwa dorthin, wo sie gerade am nötigsten ist, während bereits optimal temperierte Komponenten ausgespart bleiben.

Sound nach Wahl: Vom digitalen Sechszylinder bis zum Minimal-Modus

Im Fahrprogramm AMGFORCE Sport+ simuliert der GT 53 klassische Schaltvorgänge inklusive spürbarer Zugkraftunterbrechung und gibt einen digital nachgebildeten Sechszylinder-Sound wieder. Als akustisches Vorbild diente der 3,0-Liter-Reihensechszylinder des früheren Mercedes-AMG E 53 Coupé, den Ingenieure an 16 Mikrofon-Positionen und in über 100 Messungen auf dem Rollenprüfstand erfasst haben, um ihn digital möglichst originalgetreu nachzubilden. Manuelle Gangwechsel sind dabei über Lenkradpaddles möglich, unterstützt von einem eigens gestalteten Fahrerdisplay im Zentraltuber-Design.

Wer den Klangcharakter lieber selbst bestimmt, nutzt den Sound-Slider: Er erlaubt die Wahl zwischen den Modi „Powerful“, „Balanced“ und „Minimal“, kombiniert mit einer Skala von klassisch bis futuristisch klingend. Zusätzlich lässt sich über den „Response Control“-Drehsteller in der Mittelkonsole das Ansprechverhalten der Elektromotoren unabhängig vom Fahrprogramm individuell abstimmen – von komfortabel-harmonisch bis bissig-spontan.

Sechs Fahrprogramme für jede Situation

AMG DYNAMIC SELECT stellt insgesamt sechs Modi zur Wahl, die die Charakteristik des Fahrzeugs spürbar verändern:

  • Comfort – ausgewogener Alltags- und Langstreckenmodus mit effizienter Betriebsstrategie
  • Sport – direktes Ansprechverhalten, straffere Federung, permanenter Allradantrieb
  • AMGFORCE Sport+ – emotionalstes Setup mit Sechszylinder-Sound und simulierten Schaltvorgängen
  • Glätte – maximale Traktion bei Regen, Schnee oder Eis
  • Eco – auf maximale Reichweite optimiert, reduzierte Leistung und Heckantrieb-Fokus
  • Individuell – frei konfigurierbare Kombination aller Parameter

Über das Menü „AMG Set-Up“ lassen sich zudem die Lenkradtasten individuell belegen, und im „Aero Set-Up“ können Heckspoiler und Heckdiffusor auch bei niedrigem Tempo manuell ausgefahren werden – etwa für einen auffälligeren Auftritt im Stadtverkehr.

Aerodynamik: Zwei aktive Elemente statt starrer Lösung

Der serienmäßige AEROKINETICS-Heckspoiler bleibt bis 150 km/h eingefahren und schützt so sowohl die Mechanik vor Verschmutzung als auch die cleane Coupé-Silhouette. Mit steigendem Tempo nimmt er automatisch unterschiedliche Winkelpositionen ein – bei hoher Dynamik fährt er in die steilste Stellung für maximalen Abtrieb, aktivierbar auch manuell per Lenkradtaste. Der optionale AEROKINETICS-Heckdiffusor verfolgt dagegen einen anderen Ansatz: Er verlängert die Fahrzeugkontur, um den Luftwiderstand bei hohem Autobahntempo zu reduzieren – gezielt für mehr Effizienz auf der Langstrecke ausgelegt.

Fahrwerk und Allrad für die große Spreizung

Das AMG-RIDE-CONTROL-Fahrwerk mit Luftfederung und adaptiver Dämpfung passt sich in den Stufen Comfort, Sport und Sport+ der jeweiligen Fahrsituation an, geregelt über separate Ventile für Zug- und Druckrichtung an jedem einzelnen Rad. Der Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+ verteilt die Kraft variabel zwischen Vorder- und Hinterachse und soll so die Basis für die von AMG angestrebte Kombination aus Traktion, Präzision und Langstreckenkomfort liefern.

Interieur: Sportlich vorn, großzügig hinten

Karosserielich wirkt der GT 53 4-Türer mit dynamischem Fließheck, lang gezogener Fronthaube und markantem Heckdiffusor konsequent auf Sportlichkeit ausgelegt – im Vergleich zum Vorgänger baut er trotz Batterie im Unterboden 4 Zentimeter flacher. Im Innenraum verschmelzen Kombi-Instrument und Multimedia-Monitor in „Seamless Glass“-Optik, der 14 Zoll große Zentralbildschirm ist zum Fahrer angewinkelt; optional gibt es ein separates Beifahrer-Display. Vorn sorgen sportlich-expressive Sitze für Seitenhalt, im Fond bieten komfortable Einzelsitze und großzügige Platzverhältnisse echte Langstreckentauglichkeit. Ein Panorama-Glasdach mit einzeln schaltbaren, transparenten Segmenten sowie eine spezifische Lichtinszenierung mit beleuchteten Wappen und Racing Stripes runden das Ambiente ab.

Quelle: Mercedes-AMG Presse-Service

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